AfD-Streit in Stendal
Lehrer wehrt sich vor Gericht gegen Abmahnung wegen AfD-Aussage
Ein Lehrer aus Sachsen-Anhalt sagte Schülern seine Meinung über AfD-Wähler und erhielt dafür eine Abmahnung.
197 Beiträge in der Diskussion 196 heute · 107 StimmenHeckel klagt gegen Abmahnung
Max Heckel (40) unterrichtet an der Comenius-Sekundarschule in Stendal, einer Ganztagsschule mit rund 435 Schülerinnen und Schülern.
Er wehrt sich vor Gericht gegen eine Abmahnung, die er wegen einer Aussage über AfD-Wähler erhielt.
«Ich werde jetzt einen Präzedenzfall dafür schaffen, dass wir endlich mit diesem Neutralitätsnarrativ aufräumen», sagt er.
Aussage über AfD-Wähler
Am 4. März 2025 fragten ihn Schüler am Ende einer Unterrichtsstunde nach seiner Haltung zur AfD.
Nach seiner Schilderung hätten ihn Schüler direkt gefragt, ob er selbst AfD wähle.
Heckels Antwort lautete: «AfD-Wähler sind entweder a) sehr reich, b) frei von Moral oder c) nicht bei Verstand.»
Die Aussage sorgt für einen Streit zwischen Schule, Landesschulamt und Bildungsministerium.
Ungeklärtes Durchsickern an AfD
Noch am selben Tag wusste die Landes-AfD offenbar vom Inhalt des Gesprächs und machte es kurz darauf im Landtag zum Thema.
Wie die Informationen so schnell aus der Schule nach aussen gelangten, ist bis heute ungeklärt.
Heckel sagt gegenüber «Bild», das Landesschulamt habe ihm bislang nicht erklären können, wie die Details zur Partei durchgesickert seien; die Gesprächsnotizen der beteiligten Schüler liessen darauf keine eindeutigen Rückschlüsse zu.
Das Landesschulamt selbst äussert sich mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht zum Fall.
Aus der DiskussionLehrer unterichten nicht mehr, sie führen ihre eigene Politik.User #4271 33 mal zugestimmt Mitreden
Frage nach Überwältigungsverbot
Heckel ist in der Altmark auch als Musiker der Band «Nobody Knows» bekannt.
Im Raum steht die Frage, ob der Lehrer gegen das sogenannte Überwältigungsverbot verstossen hat.