Costa Rica Mega-Gefängnis
Costa Rica eröffnet Mega-Gefängnis mit 5'100 Plätzen
Nach einem starken Anstieg der Mordraten kündigte die neue Präsidentin Laura Fernandez einen «Krieg» gegen Gangs an.
60 Beiträge in der Diskussion 58 heute · 44 StimmenCosta Rica eröffnet Mega-Gefängnis
Am Mittwoch wurde ein neues Mega-Gefängnis mit 5'100 Plätzen eröffnet.
Noch diesen Monat sollen die ersten Häftlinge hierhin verlegt werden.
Costa Rica liess sich von El Salvador inspirieren.
Doch auch dort gibt es bereits Kritik.
Rekord mit 905 Morden 2023
Lange Zeit galt Costa Rica als sicherstes Land in Lateinamerika.
In den letzten Jahren stiegen die Mordraten stark an.
2023 verzeichnete Costa Rica 905 Morde, einen neuen Rekord.
Seither ist die Zahl nur leicht gesunken.
Laut den Behörden sind Kämpfe zwischen rivalisierenden Gangs, die um Schmuggelrouten kämpften, die Ursache.
Regierung wirft Justiz Milde vor
Die Regierung beschuldigt auch die Justiz, Kriminelle zu wenig harsch zu bestrafen.
Richter und Staatsanwälte warnen hingegen vor Druck auf demokratische und Freiheitsrechte.
Fernandez setzt auf harte Strafverfolgung
Bei der Eröffnung des neuen Gefängnisses sagte Präsidentin Fernandez: «Es wird die Kriminellen dazu zwingen, sich einem neuen Modell zu stellen. Einem Modell der harten Strafverfolgung.»
Aus der DiskussionIn Bern könnte man den Schandfleck Reithalle zum Geföngnis umfunktionieren. Viele der regelmässigen Besucher könnten einfach gleich sitzen bleiben.User #5153 38 mal zugestimmt Mitreden
Bukele rief Ausnahmezustand aus
Inspirieren liess sie sich von Nayib Bukele, dem Präsidenten von El Salvador.
Er rief im März 2022 den Ausnahmezustand aus und begann, Zehntausende Menschen zu inhaftieren.
Ihnen allen wird vorgeworfen, Mitglieder in Gangs zu sein.
In Massen-Verurteilungen wurden sie zu langen Haftstrafen verdonnert.