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Mord an Tupac

Duane Davis im Prozess um Mord an Tupac schuldig gesprochen

Publiziert 10.08.2026, 12:26 Uhr Aktualisiert 01.09.2026, 18:08 Uhr

Fast 30 Jahre nach dem Mord an US-Rapper Tupac Shakur stand der frühere Gang-Anführer Duane Davis in Las Vegas als mutmasslicher Drahtzieher vor Gericht.

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Geschworene sprechen Davis schuldig

Knapp 30 Jahre nach dem Mord an US-Rapper Tupac Shakur ist der frühere Gang-Anführer Duane Davis schuldig gesprochen worden.

In einem Prozess in Las Vegas sahen es die Geschworenen als erwiesen an, dass der 63-Jährige als Drahtzieher für den Tod des Rappers verantwortlich ist.

Anklage sieht Drahtzieher

Davis wird nicht beschuldigt, selbst auf Shakur geschossen zu haben.

Die Staatsanwaltschaft sieht in dem früheren Anführer der Strassengang South Side Compton Crips vielmehr den Drahtzieher des tödlichen Angriffs.

Nach Darstellung der Anklage organisierte er die Vergeltungsaktion und beschaffte die Waffe.

Nach dem Recht des Bundesstaates Nevada kann auch jemand wegen Mordes verurteilt werden, der einem anderen bei der Tat hilft.

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Festnahme 2023 und drohende Strafe

Der frühere Gang-Anführer war 2023 in Las Vegas festgenommen und unter anderem wegen Mordes mit Gebrauch einer tödlichen Waffe angeklagt worden.

Vor Gericht plädierte er auf nicht schuldig.

Im Fall einer Verurteilung drohte dem 63-Jährigen eine lebenslange Gefängnisstrafe.

Zum Auftakt des Prozesses brachte die Anklage Rache als Motiv vor, während die Verteidigung dagegenhielt, es gebe nur «Fiktion», aber keine echten Fakten für einen Schuldspruch.

Frühere öffentliche Aussagen von Davis

Zuvor hatte Davis mehrfach öffentlich darüber gesprochen, dass er in dem weissen Cadillac gesessen habe, aus dem die Schüsse auf Shakur abgefeuert worden seien.

Er sei der einzige Insasse, der noch lebe, hatte er in Interviews gesagt und auch in seiner Autobiografie geschrieben.

Aus der Diskussion
Wenn interessierts? Er ist total unwichtig für uns Schweizer.
User #2798 12 mal zugestimmt Mitreden

Tathergang in der Tatnacht 1996

Der damals 25 Jahre alte Rapper wurde am 7. September 1996 in einem Auto in Las Vegas angeschossen und starb sechs Tage später im Spital.

In der Tatnacht war er mit Suge Knight unterwegs, dem Mitbegründer des für Gangsta-Rap bekannten Labels Death Row Records.

Die beiden hatten sich zuvor in der Casino-Stadt einen Boxkampf von Mike Tyson angesehen, danach kam es in einem Hotel zu einer Schlägerei.

Knight überlebte mit leichten Verletzungen, sitzt aber heute wegen einer tödlichen Fahrerflucht in Haft.

Tupac als prägende Rapfigur

Tupac Shakur war einer der einflussreichsten und erfolgreichsten Rapper der 1990er Jahre und gilt bis heute als eine der prägendsten Figuren der Musikgeschichte.

Der für Hits wie «California Love» und «Changes» bekannte Musiker verkaufte weltweit Millionen Platten.

Stiefbruder zweifelt an Gerechtigkeit

Sein Stiefbruder Mopreme Shakur äusserte sich vor dem Verfahren skeptisch.

«Die Gerechtigkeit, die ich mir wünsche, würde ich niemals bekommen. Ich will meinen Bruder zurück», sagte er dem Sender BBC.

«Pac hat keinen Prozess gekriegt. Er erhielt einfach ein Todesurteil», so Shakur.

Recherche Esada Kunic, Keystone-SDA 8 Quellen
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