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Suizidprävention im Kanton Bern

Kanton Bern muss Suizidpräventionsstrategie in Angriff nehmen

Publiziert 01.09.2026, 17:08 Uhr

Der Grosse Rat hat am Dienstag einen Vorstoss von Valentina Achermann (SP) zur Suizidprävention überwiesen – auf Antrag der Regierung in der abgeschwächten Form eines Postulats.

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Grosser Rat überweist Postulat

Der Berner Regierungsrat muss einen Expertenbericht zur Suizidprävention in Auftrag geben.

Der Grosse Rat überwies am Dienstag einen breit abgestützten Vorstoss von Valentina Achermann (SP) einstimmig – auf Antrag der Regierung aber in der abgeschwächten Form eines Postulats.

Der Rat war sich über den Handlungsbedarf einig.

«Jeder Suizid und jeder Suizidversuch ist einer zu viel», sagte Sarah Gabi Schönenberger (SP).

Inhalt des Expertenberichts

Der Expertenbericht soll die bestehenden Massnahmen analysieren, Defizite aufzeigen und Vorschläge für das weitere Vorgehen machen.

Auf dieser Grundlage soll die Regierung dann eine Gesamtstrategie prüfen.

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Linke kritisiert Abschwächung

In der ursprünglichen Form einer Motion hatten die Mitvorstösserinnen und Mitvorstösser direkt eine Gesamtstrategie gefordert, die bestehende Versorgungslücken analysiert und sogleich schliesst.

SP, Grüne, GLP und EVP argumentierten gegen die Abschwächung.

«Lücken nur auf dem Papier festzuhalten, hilft den Angehörigen nicht weiter», sagte Simone Leuenberger (EVP).

Bürgerliche folgen Regierung

Die bürgerliche Ratsmehrheit stellte sich auf die Seite der Regierung.

Bevor neue Mittel geschaffen werden, brauche es «eine gute Grundlage und eine ehrliche Analyse», sagte Christa Krähenbühl (SVP) mit Verweis auf die bestehenden Angebote.

Aus der Diskussion
Jedem seine eigene Entscheidung, da hat keine Regierung mit zu bestimmen, egal vom welcher Partei!
User #7193 4 mal zugestimmt Mitreden

Parlament fordert Monitoring

Ein regelmässiges und anonymisiertes Monitoring von Suiziden und Suizidversuchen gab das Parlament mit 77 Ja- zu 63 Nein-Stimmen bei vier Enthaltungen als Postulat in Auftrag – mit den Stimmen von EDU-Mitgliedern.

Die Regierung hatte die Statistik gänzlich abgelehnt, weil es an einer nationalen Datengrundlage fehlt.

Recherche Keystone-SDA Regional 1 Quelle
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