Finanzausgleich Graubünden
Bündner Gemeinden erhalten 2027 über 70 Millionen Franken
Aus dem kantonalen Finanzausgleich fliessen 2027 insgesamt 73,2 Millionen Franken an die Bündner Gemeinden, 1,5 Millionen mehr als 2026.
Gesamtvolumen steigt leicht
Der Kanton Graubünden teilte am Mittwoch mit, dass die Gemeinden 2027 insgesamt 73,2 Millionen Franken aus dem kantonalen Finanzausgleich erhalten.
Der Anstieg gegenüber 2026 beträgt 1,5 Millionen Franken respektive 2,1 Prozent.
Das Gesamtvolumen stabilisiere sich damit auf hohem Niveau, nachdem es in den beiden Vorjahren «sehr stark» gewachsen war.
Grösstenteils nimmt der Unterschied zwischen den Gemeinden aktuell nicht weiter zu.
Ressourcenausgleich für 59 Gemeinden
Über den Ressourcenausgleich fliessen insgesamt 42,8 Millionen Franken zu 59 ressourcenschwachen Gemeinden.
Der Ressourcenausgleich stellt sicher, dass zusammen mit den eigenen Mitteln jede Kommune eine Ausstattung von mindestens 68,8 Prozent des kantonalen Durchschnitts erreicht.
Beim Ressourcenindex gelten 40 der insgesamt 100 Bündner Gemeinden als ressourcenstark, eine Gemeinde wurde als «neutral» bewertet.
St. Moritz grösster Beitragszahler
Die 40 finanzstarken Gemeinden steuern 31,5 Millionen Franken zum Ressourcenausgleich bei.
Der Restbetrag von 11,3 Millionen Franken kommt vom Kanton.
Der grösste Gemeinde-Beitrag stammt mit 15,1 Millionen Franken aus St. Moritz.
Stärkste und schwächste Gemeinden
Die fünf ressourcenstärksten Gemeinden sind laut Kanton Ferrera, St. Moritz, Celerina/Schlarigna, Silvaplana und Rongellen.
Am unteren Ende der Tabelle finden sich Masein, Tschappina, Rhäzüns, Schiers und Cazis.
Gebirgs- und Schullastenausgleich
50 Gemeinden profitieren zudem vom Gebirgs- und Schullastenausgleich.
Dieser gewährt jenen Gemeinden einen Ausgleich, die durch ihre Besiedlungsstruktur, ihre geografisch-topografische Lage sowie durch ihre Schülerquote eine übermässige Belastung erfahren.
2027 erhalten die 50 Gemeinden dafür 29 Millionen Franken.