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Kolumne zu Geschlecht

Kolumnistin plädiert für ein Denken jenseits zweier Geschlechter

Publiziert 02.09.2026, 04:07 Uhr

In einer Kolumne greift Verena Brunschweiger die Theorie von fünf Geschlechtern auf und fragt, wer bestimmt, was als «normal» gilt.

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Geschlecht als nicht binäre Frage

In einer Kolumne befasst sich Verena Brunschweiger mit der Frage, wer bestimmt, was als «normal» gilt, und stellt fest, dass Geschlecht mehr als eine binäre Frage sei.

Sie verweist auf die Theorie, dass es fünf Geschlechter gibt, und bezeichnet diese als nicht neu.

Reinhardt nennt fünf Kategorien

Die Theorie wird laut der Kolumne auch vom französischen Autor Éric Reinhardt in seinem Werk «L’imparfait» thematisiert, das Anfang 2026 erschien.

Reinhardt nennt die Kategorien männlich, weiblich, hybrid mit männlicher Dominanz, hybrid mit weiblicher Dominanz und intergeschlechtlich.

Die intergeschlechtliche Option sei für Reinhardt besonders anziehend, verbunden mit der Vorstellung absoluter sexueller Gleichwertigkeit zwischen zwei Personen.

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Foucault und Herculine Barbin

Über die intergeschlechtliche Option habe der französische Philosoph Michel Foucault bahnbrechende Studien veröffentlicht.

Foucault wies laut der Kolumne zeitlebens darauf hin, welche Macht soziale Praktiken und Zuschreibungen haben.

Die Kolumne nennt das Beispiel von Herculine Barbin, die intersexuell im Frankreich des 19. Jahrhunderts lebte und nach erzwungener Neuzuordnung zum männlichen Geschlecht Suizid beging.

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Verweis auf strukturelles Problem

Brunschweiger schreibt, in einer Zeit, in der nicht wenige Trans-Jugendliche Suizidgedanken hätten und diese auch umsetzten, sei es wichtig, an diese Personen und ihre Schicksale zu erinnern.

Sie stellt dies in eine Reihe mit Femiziden, die sie als strukturelles Problem und nicht als bedauernswerte Einzelfälle bezeichnet. Éric Reinhardts Fokus passe in diese Tradition, wenn er die sexuelle Egalität betone.

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