Weidenetze als Wildtierfalle
Schutznetze werden für Wildtiere zur Todesfalle
Rehe, Füchse und andere Wildtiere verfangen sich in Weidenetzen, teils mit tödlichen Folgen.
257 Beiträge in der Diskussion 256 heute · 106 StimmenDiethelm zeigt Fälle auf Facebook
Ein Reh hat sich in einem Netz verfangen, sein Körper hängt im Geflecht.
Offenbar hat sich das Tier beim Versuch, sich zu befreien, immer weiter darin verheddert.
Ex-Wildhüter Steven Diethelm macht derzeit auf Facebook auf solche Fälle aufmerksam.
Betroffen sind unter anderem Rehe und Füchse.
Netze sichern Nutztiere auf Weiden
Zäune und Netze gehören in der Landwirtschaft zum Alltag.
Sie sorgen etwa dafür, dass Schafe, Ziegen oder Rinder auf ihrer Weide bleiben.
Je nach Ausführung sollen sie die Tiere gleichzeitig vor Eindringlingen wie dem Wolf schützen.
Flexinetze und Litzenzäune im Vergleich
Bei Schafen und Ziegen kommen unter anderem sogenannte Flexinetze zum Einsatz.
Das sind mobile Weidenetze, die relativ schnell auf- und wieder abgebaut werden können.
Sie können unter Strom gesetzt werden.
Litzenzäune sehen anders aus: Bei ihnen besteht die Begrenzung nicht aus einem Netz, sondern aus einzelnen Drähten oder Bändern, die waagrecht zwischen den Zaunpfosten verlaufen.
Für Wildtiere ist dieser Unterschied relevant.
Aus der DiskussionHerdenschutz nützt nicht viel Der Wolf erfindet sich neu und kommt überall durch Darum das Übel an der Wurzel packen Unsere Vorfahren habens vorgemacht und das Problem selber gelöstUser #2284 26 mal zugestimmt Mitreden
Kommentare vermuten alte orange Netze
Unter Diethelms Beitrag wird heftig darüber diskutiert, welche Zäune und Netze besonders problematisch sind.
Einige Kommentierende vermuten, dass auf den Bildern ältere orange Netze zu sehen seien.
Die meisten Unfälle würden ihrer Ansicht nach bei schlecht gespannten Netzen und solchen passieren, die nicht unter Strom stehen.