Abstimmung Stadt Luzern
FDP Luzern fasst Parolen und lanciert Parkplatz-Initiative
Vor den kommunalen Abstimmungen vom 27. September 2026 in der Stadt Luzern legen die Parteien ihre Parolen zum Mindestlohn und zur Feuerwehrersatzabgabe fest.
12 Beiträge in der DiskussionFDP-Versammlung mit Gastreferent
Die FDP.Die Liberalen Stadt Luzern hielt am 31. August 2026 im Quartierzentrum Wesemlin ihre Parteiversammlung ab.
Im Fokus standen die kommunalen Abstimmungen vom 27. September 2026. Als Gastreferent zeigte Dominik Marbet, Direktor des Arbeitgeberverbands Region Basel, die Nachteile und unbeabsichtigten Folgen von Mindestlohnregulierungen auf.
Er berichtete zudem von den Erfahrungen aus seiner Region, etwa von der Bekämpfung des kantonalen Mindestlohns in Basel-Landschaft.
FDP für Mindestlohn-Abschaffung
Die anwesenden FDP-Mitglieder sprachen sich für die Abschaffung des städtischen Mindestlohns aus.
Nach Ansicht der Partei führt die kommunale Sonderregelung zu einem komplexen Flickenteppich.
Löhne sollen weiterhin nach dem bewährten Modell zwischen den Sozialpartnern auf Branchenebene ausgehandelt werden.
Bei der Reduktion der Feuerwehrersatzabgabe fassten die FDP-Mitglieder die Nein-Parole.
Die Beibehaltung der Abgabe auf dem aktuellen Niveau stärke den Milizgedanken und finanziere die Arbeit der Feuerwehr direkt und ohne Umweg über das Stadtbudget.
Parkplatz-Initiative lanciert
An der Parteiversammlung wurde zudem die Unterschriftensammlung für die Initiative «Ja zu einer quartierverträglichen Parkierung in der Stadt Luzern» lanciert.
Gemeinsam mit der Mitte und der SVP sowie verschiedenen Wirtschaftsverbänden will die FDP.Die Liberalen mit der Parkplatzinitiative den drastischen Parkplatzabbau in der Stadt Luzern begrenzen.
Grüne gegen Mindestlohn-Abbau
Die Grünen Stadt Luzern hatten mit einer grossen Mehrheit die Ja-Parole zur Teilrevision des Reglements über die Organisation der Feuerwehr Stadt Luzern gefasst und einstimmig Nein zur Aufhebung des Reglements über den sozialpolitischen Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gesagt.
Finn Krummenacher sagte: «Existenzsichernde Mindestlöhne sollten eine Selbstverständlichkeit sein.»
Aus der DiskussionIch sage ja für die Abschaffung der Grünen.User #8678 6 mal zugestimmt Mitreden
SP für Feuerwehrabgabe-Senkung
Die 55 Mitglieder der SP Stadt Luzern beschlossen an ihrer Mitgliederversammlung vom 19. August 2026 im Treibhaus einstimmig die Nein-Parole zur Abschaffung des städtischen Mindestlohns.
Die SP will sich mit einer Kampagne dafür einsetzen, dass der erst Anfang Jahr eingeführte Mindestlohn nicht bereits wieder abgeschafft wird.
Für die SP ist klar: Wer in Luzern arbeitet, soll von seinem Lohn auch leben können.
Zur Senkung der Feuerwehrersatzabgabe beschloss die SP die Ja-Parole.
Die heutige Ausgestaltung sei unsozial, weil sie allein die 20- bis 50-Jährigen bezahlen müssten und weil sie bei 500 Franken gedeckelt sei, was tiefe Einkommen anteilsmässig am stärksten belaste.