Debatte um Krankentaggeld
Schmezer kritisiert den Satz «Das sind Einzelfälle»
Videokolumnist und Nationalrat Ueli Schmezer setzt sich mit dem Satz «Das sind Einzelfälle» auseinander, der ihm besonders in der Politik missfällt.
54 Beiträge in der Diskussion 53 heute · 43 StimmenSchmezer zerlegt den Satz
Für Videokolumnist Ueli Schmezer steht der Satz «Das sind Einzelfälle» sehr weit oben auf seiner Liste der schlimmsten Sätze in der Politik.
Der Satz sei schon logisch unsinnig, sagt Schmezer, denn das Wort «Einzelfall» mache in der Mehrzahl keinen Sinn.
Sobald mehrere Fälle vorliegen, handle es sich nicht mehr um einen einzelnen Fall.
Vorwurf der Ausrede
Schmezer bezeichnet den Satz als typische Ausrede von Volksvertreterinnen und Volksvertretern, die den Leuten nicht helfen wollen.
Die Haltung dahinter sei: Wenn wenig Leute ein Problem haben, lässt man sie im Stich.
Streit um Krankentaggeld
Diese Haltung erlebe er gerade an einem aktuellen Beispiel.
Schmezer möchte eine Gesetzesänderung, um Angestellte bei Krankheit besser zu schützen.
Heute könne die Krankentaggeldversicherung die Leistung verweigern mit dem Hinweis, der Arbeitgeber habe die Prämie nicht bezahlt.
Das sei für Betroffene eine existentielle Bedrohung und ungerecht, weil die Angestellte nichts dafür könne, wenn der Arbeitgeber die Prämie nicht bezahlt habe.
Aus der DiskussionDie Rubrik "Polizeimeldungen" ist voller "Einzelfälle".User #1835 35 mal zugestimmt Mitreden
Forderung nach Rückgriffsrecht
Schmezer fordert, dass die Versicherung die Leistung nicht mehr verweigern können soll und dafür ein Rückgriffsrecht auf den Arbeitgeber erhält.
Auf seine Forderung höre er nun genau diesen Satz: Das seien Einzelfälle.