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Bildungssysteme im Vergleich

Schweizer Bildungssystem weicht von den Nachbarländern ab

Publiziert 02.09.2026, 04:00 Uhr

Die Schweiz grenzt an fünf Staaten und pflegt trotzdem ein Bildungsmodell, das in dieser Kombination in Europa vergleichsweise ungewöhnlich ist.

Wege trennen sich früh

Das Schweizer Bildungssystem funktioniert anders als das der Nachbarländer.

Die Unterschiede beginnen bei der Frage, wer für die Bildung zuständig ist, und reichen bis zum Zugang zur Universität.

Schon ein kleiner Umzug, etwa von Basel nach Lörrach, kann dazu führen, dass man merkt, dass das Schulsystem plötzlich anders ist.

Kantone tragen die Verantwortung

Für das Schulwesen sind in der Schweiz in erster Linie die Kantone verantwortlich und nicht der Bund.

Lehrpläne, Schulstrukturen, Einschulungsalter und die Löhne der Lehrpersonen werden deshalb kantonal festgelegt und teilweise sogar kommunal ausgestaltet.

Zwei Kindergartenjahre sind nicht überall Pflicht: In 18 Kantonen müssen alle Kinder beide Jahre besuchen, in sieben Kantonen mindestens eines.

Wer mit schulpflichtigen Kindern etwa von Genf nach Zug zieht, spürt die verbleibenden Unterschiede deshalb deutlich.

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Nachbarländer organisiert anders

Frankreich und Italien sind wesentlich zentralistischer organisiert, weil dort der Staat bei Lehrplänen und Bildungsabschlüssen eine stärkere Rolle spielt.

Ein Umzug, beispielsweise von Lyon nach Marseille, verändert die schulischen Rahmenbedingungen deshalb deutlich weniger als ein Kantonswechsel in der Schweiz.

Deutschland hat mit seinen 16 Bundesländern ebenfalls verschiedene Bildungssysteme, die Unterschiede sind jedoch kleiner als in der Schweiz.

In Österreich werden die Lehrpläne grösstenteils landesweit festgelegt, während sich die Bundesländer vor allem um Organisation und Verwaltung kümmern.

Unterschied nach der Schule

Nach der obligatorischen Schule zeigt sich ein weiterer grosser Unterschied.

Herkunft 1 Quelle
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