Beschwerde gegen Infantino
Neue Beschwerde gegen Infantino bei Fifa-Ethikkommission
Die Nichtregierungsorganisation «FairSquare» wirft Fifa-Boss Gianni Infantino wegen seiner Nähe zu US-Präsident Donald Trump Verstösse gegen den Ethikkodex vor.
8 Beiträge in der Diskussion 8 heute · 8 StimmenFairSquare reicht Beschwerde ein
Bei der Ethikkommission des Fussball-Weltverbands ist eine neue Beschwerde gegen Fifa-Boss Gianni Infantino eingegangen.
Eingereicht hat sie die Nichtregierungsorganisation «FairSquare».
Es geht um Infantinos Nähe zu US-Präsident Donald Trump und um einen mehrfachen Verstoss des Schweizers gegen den Fifa-Ethikkodex.
Vorwurf politischer Neutralitätsverstoss
Im Schreiben heisst es, das Verhalten von Infantino gegenüber Präsident Trump stelle einen schwerwiegenden Verstoss gegen seine Pflicht zur politischen Neutralität sowie einen eklatanten Missbrauch der präsidialen Befugnisse dar.
Als eine von mehreren Begründungen nennt «FairSquare» die Vergabe des Fifa-Friedenspreises an Trump im Rahmen der WM-Auslosung.
Balogun-Sperre und Investorendeal
Die Beschwerde behandelt zudem die auf Bewährung ausgesetzte Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun.
Dieser durfte im WM-Achtelfinal auflaufen, trotz einer Roten Karte im Spiel zuvor.
Es wurde der Eindruck erweckt, die Entscheidung sei nach einem Anruf Trumps bei Infantino gefallen.
Thema ist auch der abgesagte Investorendeal, zu dem es in der Beschwerde heisst, Infantino habe den Interessen der Fifa, der Konföderationen und der Mitgliedsverbände geschadet.
Aus der Diskussionhat ihm Trump seine gelbe Perücke versprochen? Möglich.User #4344 7 mal zugestimmt Mitreden
Infantino strebt Wiederwahl an
Spätestens seit der WM 2026 gelten Infantino und Trump als enge Vertraute; gemeinsam überreichten sie Spanien den WM-Pokal.
Trotz Kritik plant Infantino, sich im März 2027 zur Wiederwahl zu stellen.
Weil er von einigen kleinen Nationen Zuspruch erhält, scheint dieses Vorhaben laut dem Bericht nicht unrealistisch.