Iran-Krieg
Irans Präsident zeigt sich offen für Diplomatie mit USA
Rund ein halbes Jahr nach Beginn des Iran-Kriegs steckt der Konflikt in einer Sackgasse, am Wochenende eskalierte er am Persischen Golf wieder militärisch.
66 Beiträge in der DiskussionPeseschkian nennt Bedingung
Peseschkian erklärte laut der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna in einer Rede auf dem Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek: «Sollten die USA zu ihren Verpflichtungen (...) zurückkehren, wird auch die Islamische Republik Iran unverzüglich entsprechend handeln.»
Vermittler reisen nach Teheran
Vergangene Woche hatten regionale Staaten eine neue Runde diplomatischer Bemühungen begonnen.
Delegationen der Vermittlerstaaten Pakistan, Katar und Oman waren dafür in die iranische Hauptstadt Teheran gereist.
Am Montag war eine Delegation unter Leitung des pakistanischen Armeechefs Asim Munir in Teheran, am Dienstag folgte Omans Aussenminister Badr al-Busaidi, am Donnerstag traf sich Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani mit Araghtschi.
Vor allem Pakistan und der Oman hatten in jüngster Zeit zwischen Teheran und Washington vermittelt.
Konflikt in der Sackgasse
Rund ein halbes Jahr nach Beginn des Iran-Kriegs steckt der Konflikt in einer Sackgasse.
Der Iran fordert von der US-Regierung Zugeständnisse, wie sie in dem Rahmenabkommen im Juni vereinbart worden waren.
US-Präsident Donald Trump will den Iran derweil mit einem «Wirtschaftskrieg» unter Druck setzen.
Am Wochenende war der Konflikt erstmals seit Wochen am Persischen Golf mit gegenseitigen Angriffen wieder militärisch eskaliert.
Frist des Rahmenabkommens abgelaufen
Ein Mitte Juni vereinbartes Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA sollte eine Waffenruhe, eine Wiedereröffnung der Strasse von Hormus und eine langfristige Friedenslösung bringen.
Es sah eine 60-Tage-Frist vor, um besonders umstrittene Themen wie den Umgang mit Irans Atomprogramm zu klären.
Diese Frist ist inzwischen abgelaufen, ohne dass wesentliche Fortschritte auf diplomatischer Ebene gemacht wurden.
Gegen die vereinbarte Waffenruhe und andere Punkte des Abkommens hatten beide Parteien schon verstossen.
Istanbul-Konferenz verschoben
Eine auf deutsch-türkische Initiative geplante Konferenz über Lösungen für die im Iran-Krieg blockierte Strasse von Hormus wurde verschoben.
Grund seien Terminschwierigkeiten eines Teilnehmers, hiess es aus deutschen Regierungskreisen in Berlin; ein neuer Termin steht demnach bislang nicht fest.
Ursprünglich wollten sich die Aussenminister Deutschlands, der Türkei, Frankreichs und Grossbritanniens mit den Aussenministern von Saudi-Arabien, Pakistan und Ägypten in Istanbul treffen.
Das Treffen kam auf Initiative von Bundesaussenminister Johann Wadephul und seinem türkischen Kollegen Hakan Fidan zustande.
Aus der DiskussionIch konnte Trump noch nie leiden. Und Erdogan auch nicht.User #4344 11 mal zugestimmt Mitreden
Erdogan ruft Trump zu Diplomatie
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat dazu aufgerufen, die diplomatischen Bemühungen im Iran-Krieg fortzusetzen.
Erdogan äusserte die Hoffnung, dass die Verhandlungen mit dem Iran bald fortgesetzt würden, und erklärte, die Türkei werde die Friedensbemühungen weiter unterstützen.