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UBS-Kapitalvorgaben

UBS beziffert Zusatzaufwand aus WAK-S-Antrag auf 13 Mrd Dollar

Publiziert 26.08.2026, 10:51 Uhr Aktualisiert 01.09.2026, 15:17 Uhr

Die Wirtschaftskommission des Ständerats beantragt für die UBS-Auslandstöchter eine Unterlegung zu 50 Prozent mit hartem Kernkapital und zu 50 Prozent mit AT1-Anleihen.

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UBS beziffert Zusatzaufwand

Die UBS anerkennt die Arbeit der zuständigen Ständeratskommission mit Blick auf neue Kapitalvorgaben für die Grossbank, äussert sich aber zum konkreten Antrag negativ.

Nach ihrer Mitteilung vom Dienstag würden die Empfehlungen der WAK-S die Bank dazu verpflichten, bei der UBS AG zusätzliches Tier-1-Kapital in Höhe von rund 13 Milliarden US-Dollar aufzubauen, das mit AT1-Kapital gedeckt werden könnte.

Dies käme zu den zusätzlichen 2 Milliarden an CET1-Kapital hinzu, welche die AG wegen der vom Bundesrat angekündigten Änderungen auf Verordnungsstufe halten muss.

30 Milliarden wegen CS-Übernahme

Darüber hinaus müsse die UBS seit der Übernahme der Credit Suisse wie bereits bekannt zusätzliches CET1-Kapital in Höhe von rund 15 Milliarden US-Dollar gemäss den geltenden Vorschriften halten.

Insgesamt müsste die Grossbank damit wegen der CS-Übernahme rund 30 Milliarden Dollar an zusätzlichem Tier-1-Kapital aufbauen, so die UBS.

Gleichzeitig dürften die Anfang dieses Jahres angekündigten Änderungen auf Verordnungsstufe auf konsolidierter Konzernebene zu einer Entlastung von 4 Milliarden an CET1-Kapital führen.

Die Kommission habe bei der Ausarbeitung ihrer Empfehlungen wichtige Fakten und Zusammenhänge berücksichtigt, schreibt die UBS.

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Antrag der Ständeratskommission

Am Vorabend war bekannt geworden, dass die Wirtschaftskommission des Ständerats eine Unterlegung der UBS-Auslandstöchter zu 50 Prozent mit hartem Kernkapital (CET1) und zu 50 Prozent mit AT1-Anleihen beantragt.

Der Bundesrat hatte im Nachgang des CS-Debakels eine vollständige CET1-Unterlegung vorgeschlagen.

Dafür schätzte die UBS den zusätzlichen Aufwand in der Vergangenheit auf rund 20 Milliarden Dollar CET1-Kapital.

Aktuell gilt: 45 Prozent CET1 plus 15 Prozent AT1.

Kunz sieht Teilsieg der UBS

Rechtsprofessor Peter V.

Kunz stuft den Vorschlag der WAK-S als ersten Teilsieg der Grossbank ein.

Er gratuliere der Lobby-Abteilung, äusserte der Professor für Wirtschaftsrecht an der Uni Bern am Montagabend gegenüber der Nachrichtenagentur AWP.

Es sei nicht wirklich ein richtiger, sondern ein politischer Entscheid; verantwortlich sei aber der Bundesrat, weil er sich um einen Entscheid gedrückt und den Ball dem Parlament zugespielt habe.

Bankiervereinigung warnt vor Sonderweg

Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) lehnt die von der WAK-S verlangten Kapitalverschärfungen ab, sieht den Vorschlag aber weniger stark von internationalen Standards abweichend als die bundesrätliche Vorlage.

«Auch der Vorschlag der WAK-S bleibt ein Schweizer Sonderweg», so der Verband, denn die Kommission verlange bei der Eigenmittelunterlegung ausländischer Beteiligungen einen Vollabzug, der über internationale Standards hinausgehe.

Zugleich begrüsst der Verband, dass die Kommission zusätzliches Kernkapital in Form von AT1-Instrumenten anrechnen und stärken will.

Aus der Diskussion
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Aktie auf 18-Jahreshoch

An der Börse erreichte die UBS-Aktie in der vergangenen Woche bei 44,53 Franken den höchsten Stand seit März 2008, mit einem Wochenplus von 4,8 Prozent.

Am Montag geriet der Titel leicht unter Druck und notierte mittags bei 44,37 Franken.

Zuvor hatte die UBS im zweiten Quartal 2026 einen Reingewinn von 2,8 Milliarden US-Dollar erzielt und Ende Juli ein neues Aktienrückkaufprogramm über 3 Milliarden US-Dollar angekündigt.

Recherche Keystone-SDA, Maja Bojic 5 Quellen
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